„Die Ortsumgehung Kirchheim kann gebaut werden“. Dies teilte Staatssekretärin Heike Raab in Mainz nach der Finanzierungszusage des Bundes vom 30.07.2014 mit. Für Kirchheim und die Region dies wohl die beste, verkehrsrelevante Nachricht seit Jahren. Denn das Baurecht liege bereits seit mehreren Jahren vor. Jetzt zeichne sich ein Ende der außerordentlichen Belastungen der Anwohner durch Lärm und Abgase in der Ortsdurchfahrt ab. Die 3,5 Kilometer lange Ortsumgehung Kirchheim im Zuge der B 271 wird voraussichtlich rund 20 Millionen Euro kosten.

Nach dem Bau der Ortsumgehung werden in der Ortsdurchfahrt statt der erwarteten 19.000 Fahrzeuge nur noch 3500 Fahrzeuge unterwegs sein. Die langjährigen Bemühungen der Landesregierung eine Finanzierungszusage vom Bund zu erhalten, hätten jetzt zum Erfolg geführt, so Raab. „Die Umgehung stand in der Prioritätsliste der Landesregierung für die Umsetzung baureifer Vorhaben immer mit an der Spitze“, erläuterte die Staatssekretärin. Der für den Bau zuständige regionale Landesbetrieb in Worms habe schon Vorarbeiten geleistet. „Das war aber wegen der fehlenden Finanzierungszusage des Bundes bislang nur begrenzt möglich; jetzt kann aber richtig Gas gegeben werden“, sagte Raab.
Die Straße soll zur Minimierung der Lärmbelastung überwiegend in einer abgesenkten so genannten Einschnittslage geführt werden.

Bevor in 2015 die Bagger rollen können, nach bereits geleisteten Vorarbeiten auch den Grunderwerb im Bereich der vorgesehenen Talbrücke zu vervollständigen. Der praktisch fertiggestellte Bauwerksentwurf der Talbrücke muss dem Bundesverkehrsministerium zur Genehmigung vorgelegt. Auch die Verlegung von Leitungen wird jetzt geklärt und die Bauausführungsplanung vervollständigt.
Anschließend daran können die ersten Gewerke ausgeschrieben werden. Mit dem Bau soll nach Vorliegen der ersten Ausschreibungsergebnisse 2015 so bald wie möglich begonnen werden. Die gesamte Bauzeit wird bei optimalem Verlauf auf rund drei Jahre geschätzt.